„Aber du lebst doch?“

„Ich lebe wohl, habe aber viel Schulden.“

„Was willst du? Hast du viel?“ sagte Bartejanskij mitleidig.

„Sehr viel, zwanzigtausend Rubel.“

Bartejanskij lachte lustig auf.

„O glücklicher Mensch!“ sagte er, „ich habe anderthalb Million und besitze gar nichts, aber, wie du siehst, kann man doch noch dabei leben!“

Stefan Arkadjewitsch fand nicht sowohl in den Worten allein, als in der Sache selbst die Richtigkeit des Gesagten.

Schivachoff hatte dreihunderttausend Rubel Schulden und nicht eine Kopeke im Vermögen und er lebte doch, und noch dazu auf welche Weise! Den Grafen Krivzoff hatten alle schon totgesungen und er unterhielt doch noch zwei Maitressen. Petrowskiy hatte fünf Millionen durchgebracht und lebte noch immer auf demselben Fuße, verwaltete sogar noch immer Finanzen und bezog zwanzigtausend Rubel Gehalt.

Außer alledem aber wirkte Petersburg auch physisch angenehm auf Stefan Arkadjewitsch ein. Es verjüngte ihn.

In Moskau schaute er zuweilen nach einem grauen Haar, schlief nach dem Essen, reckte sich, stieg im Schritt, schwer atmend die Treppen, langweilte sich mit jungen Weibern und tanzte nicht auf den Bällen. In Petersburg hingegen fühlte er sich stets um zehn Jahre jünger.