24.

Die Hofcour war vorüber. Die Abfahrenden pflogen bei der Begegnung noch Gespräche über die letzten Tagesneuigkeiten, über neuempfangene Auszeichnungen und Versetzungen hoher Beamter.

„Etwa der Gräfin Marja Borisowna das Kriegsportefeuille, und an die Spitze des Stabes die Fürstin Watkowskaja,“ sagte ein alter Herr in goldgestickter Uniform zu einer hochgewachsenen Schönheit, die sich bei ihm über die Beförderungen erkundigt hatte.

„Und mich zum Adjutanten,“ versetzte das Fräulein lächelnd.

„Ihr habt bereits Eure Bestimmung. Man bestellt Euch in das Ressort für geistliche Sachen. Und zu Eurem Beistande — Karenin.“

„Guten Tag, Fürst,“ sagte der alte Herr, einem Hinzutretenden die Hand drückend.

„Was habt Ihr zu Karenin gesagt?“ sprach der Fürst.

„Er und Putjakoff haben den Alexander Newskiy erhalten.“

„Ich dachte, er hätte ihn schon.“

„Nein. Seht ihn Euch doch an,“ sagte der alte Herr, mit dem goldgestickten Hute auf den, bei einem einflußreichen Mitglied des Staatsrats an der Saalthür stehenden Karenin weisend, der in Galauniform war und das neue rote Band über der Schulter trug. „Glücklich und zufrieden, wie ein Kupfergroschen,“ fügte er hinzu, stehen bleibend, um einem athletischgebauten, schöngewachsenen Kammerherrn die Hand zu drücken.