„Wahrscheinlich nicht mehr lange,“ sagte sie voll Verwirrung, auf Wronskiy blickend.
„So sehen wir uns also nicht wieder?“ antwortete Jaschwin, aufstehend und sich an Wronskiy wendend, „wo speisest du?“
„Kommt, mit mir zu dinieren,“ sagte Anna entschlossenen Tones, gleichsam erzürnt über sich selbst wegen ihrer Verlegenheit, aber errötend, wie dies stets bei ihr der Fall war, wenn sie vor einer ihr nicht vertrauten Persönlichkeit ihre Meinung äußerte. „Das Essen ist hier nicht gut, aber Ihr könnt ihn doch wenigstens wiedersehen. Aleksey liebt von allen seinen Kameraden aus dem Regiment keinen so, wie Euch.“
„Sehr erfreut,“ sagte Jaschwin mit einem Lächeln, aus dem Wronskiy ersah, daß ihm Anna sehr gefiel.
Jaschwin empfahl sich und ging, Wronskiy blieb allein zurück.
„Du gehst auch?“ sagte sie.
„Ich habe mich schon verspätet,“ antwortete er, „geh! Ich komme dir sogleich nach!“ rief er Jaschwin nach.
Sie nahm ihn bei der Hand und blickte ihn, ohne das Auge abzuwenden, an, in ihren Gedanken suchend, was sie ihm sagen sollte, um ihn zurückzuhalten.
„Warte, ich habe dir etwas zu sagen,“ seine kleine Hand nehmend, preßte sie dieselbe an ihren Hals, „nicht wahr, es thut nichts, daß ich ihn zum Essen geladen habe?“