Oberarzt. Ihrer Ansicht nach sind also Regierung und Staat überflüssig?

Boris. Das weiß ich nicht. Dagegen weiß ich bestimmt, daß ich an dem Bösen nicht teilnehmen darf.

Oberarzt. Was wird dann aber aus der Welt? Wir haben doch unsere Vernunft bekommen, um sie auch für Zukünftiges zu gebrauchen.

Boris. Und ebenso, um einzusehen, daß die soziale Ordnung nicht mittels Gewalt, sondern auf gütlichem Wege aufrechterhalten wird, und daß die Weigerung eines einzelnen, am Bösen teilzunehmen, keine Gefahr bedeutet.

Oberarzt. Jetzt möchte ich Sie ein wenig untersuchen. Bitte, legen Sie sich hin. (Er beginnt ihn zu betasten.) Fühlen Sie hier Schmerz?

Boris. Nein.

Oberarzt. Und hier?

Boris. Nein.

Oberarzt. Holen Sie tief Atem. Halten Sie den Atem an. Ich danke. Jetzt gestatten Sie. (Er holt ein Maß hervor und mißt Boris’ Stirn und Nase.) Jetzt seien Sie so gut, schließen Sie die Augen und gehen ein paar Schritte.

Boris. Schämen Sie sich nicht, solche Sachen zu machen?