Priester. Davon weiß ich nichts …

Alexandra. Er sagt, das sei Christentum. Sie sind Priester der rechtgläubigen christlichen Kirche, also müssen Sie unbedingt Bescheid wissen, ob das Christentum zum Diebstahl treibt.

Priester. Aber ich kann doch …

Alexandra. Wozu sind Sie denn Priester, tragen langes Haar und ein Talar?

Priester. Danach werden wir nicht gefragt …

Alexandra. Wieso nicht gefragt? Ich frage doch aber. Er sagte mir gestern, im Evangelium stände: So dich einer bittet, dem gib. In welchem Sinne ist das zu verstehen?

Priester. Ich denke, ganz wörtlich.

Alexandra. Ich denke aber: nicht. Uns hat man gelehrt, jedem sei das Seine von Gott bestimmt.

Priester. Natürlich, indessen …

Alexandra. Man merkt ganz deutlich, daß Sie tatsächlich, wie man mir gesagt, auf seiner Seite sind. Und ich muß Ihnen offen gestehen, daß ich das für unrecht halte. Wenn irgendeine Lehrerin oder ein unreifer Junge seine Gedanken nachredet, so ist das begreiflich; Sie in Ihrem Amt müßten aber bedenken, welche Verantwortung auf Ihnen ruht.