Nikolai. Nicht möglich!

Maria. Er hat Lisa geschrieben; sie wird dir den Brief zeigen. Lauter vorübergehende Erscheinungen. So auch mit Tonja; ganz zu geschweigen von Alexander Petrowitsch, der die Sache einfach ausnutzt.

Nikolai (ärgerlich). Einerlei. Ich bitte nur, mich zu verstehen. Wahrheit bleibt für mich stets Wahrheit. Aber das alles tut sehr weh. Dort sterben Leute Hungers, hier sehe ich diesen Ball, der Hunderte verschlingt. Ich kann so nicht leben. Hab Erbarmen mit mir, ich bin am Ende meiner Kraft. Laß mich gehen. Leb wohl.

Maria. Wenn du gehst, gehe ich mit dir. Wenn ich dich nicht begleiten kann, werfe ich mich unter die Räder des Zuges, mit dem du fortfährst. Dann mögen alle zugrunde gehen, mit Mischa und Katja. Mein Gott, mein Gott! Diese Qual! Wofür das, wofür? (Sie weint.)

Nikolai (in der Tür). Alexander Petrowitsch, gehen Sie nach Hause. Ich fahre nicht. Ich bleibe, schön. (Er legt den Rock ab.)

Maria (umarmt ihn). Wir haben nicht mehr lange zu leben. Laß uns unser Leben nicht nach achtundzwanzigjähriger Ehe verderben. Ich werde keine Bälle mehr geben. Aber straf mich nicht auf diese Weise.

Sechster Auftritt.

Die Vorigen. Wanja und Katja.

Wanja und Katja (kommen hereingelaufen). Mama, komm doch schnell.

Maria. Ich komme schon, ich komme. Also wollen wir uns gegenseitig verzeihen. (Sie geht mit Wanja und Katja ab.)