Oberst. Wir haben Befehl, ihn auch von der Gendarmerie vernehmen zu lassen.
General. Na also, schaffen Sie ihn hin. Aber vorher: einkleiden.
Oberst. Er weigert sich.
General. Dann wird er gefesselt. (Zu Boris.) Hören Sie also, was ich Ihnen sage. Mir ist es egal, was aus Ihnen wird. In Ihrem eigenen Interesse aber rate ich Ihnen: kommen Sie zur Vernunft. Sie werden in der Festung ja verfaulen. Und richten nicht das mindeste aus. Also lassen Sie das. Haben sich ereifert und ich ebenfalls. (Klopft ihn auf die Schulter.) Gehen Sie hin, leisten den Eid und unterlassen in Zukunft solche Sachen. (Zum Adjutanten.) Ist der Priester da? (Zu Boris.) Na, wie ist’s? (Boris schweigt.) Weshalb antworten Sie nicht? Es ist wirklich besser so. Man kann doch nicht mit dem Kopf durch die Wand rennen! Ihre Gedanken behalten Sie hübsch für sich. Dienen Ihr Jahr ab – wir werden Sie nicht zwiebeln. Na, wie ist’s?
Boris. Ich habe nichts weiter zu sagen.
General. Sie erwähnen da in Ihrer Aussage einen Bibelvers. Darüber wissen die Popen besser Bescheid. Sprechen Sie mit Batjuschka und überlegen sich die Sache. Es ist wirklich besser so. Also leben Sie wohl; ich hoffe auf Wiedersehen, wenn Sie des Kaisers Rock tragen. Schicken Sie den Geistlichen her. (Er geht ab.)
Oberst und Adjutant (folgen ihm).
Sechster Auftritt.
Boris. Der Schreiber und die Soldaten.
Boris (zum Schreiber und den Soldaten). Da seht ihr, wie die Leute reden. Sie wissen selbst, daß sie euch betrügen. Gehorcht ihnen nicht! Legt die Waffen nieder! Geht auf und davon! Selbst wenn sie euch ins Strafbataillon stecken und halbtot prügeln – ist immer noch leichter als diesen Betrügern gehorchen.