Der Gerichtsdiener, Iwan Petrowitsch, der junge Rechtsanwalt und Fürst Abreskow.
Fürst Abreskow: Gestatten Sie mir die Frage: wie weit ist die Verhandlung gediehen?
Der junge Rechtsanwalt: Die Verteidiger halten ihre Plädoyers. Jetzt spricht Petruschin. (Erneutes Beifallsklatschen.)
Fürst Abreskow: Nun, und wie ertragen denn die Angeklagten ihre Situation?
Der junge Rechtsanwalt: Mit großer Würde, namentlich Karenin und Jelisaweta Andrejewna. Es ist, als ob sie nicht angeklagt wären, sondern über die Gesellschaft zu Gericht säßen. Das ist das allgemeine Gefühl. Und auf diesen Ton hat auch Petruschin seine Rede gestimmt.
Fürst Abreskow: Nun, und Protasow?
Der junge Rechtsanwalt: Er ist furchtbar aufgeregt. Er zittert am ganzen Leibe; indes ist das freilich bei seinem Lebenswandel erklärlich. Aber er ist von einer besonderen Reizbarkeit und hat mehrmals den Staatsanwalt und die Verteidiger unterbrochen. Er befindet sich in einer eigentümlichen Erregung.
Fürst Abreskow: Was meinen Sie? Wie wird das Urteil ausfallen?
Der junge Rechtsanwalt: Das ist schwer zu sagen; die Zusammensetzung der Geschworenenbank weist eine bunte Mischung auf. Jedenfalls werden sie keinen Vorbedacht annehmen; aber trotzdem ... (Ein Herr kommt heraus. Fürst Abreskow geht auf die Tür zu.) Wollen Sie hineingehen?
Fürst Abreskow: Ja, ich möchte gern.