Lisa: Mama, ich bitte Sie, von meinem Manne nicht in solchen Ausdrücken zu reden.
Anna Pawlowna: Dein Mann ist er gewesen.
Lisa: Nein, er ist auch jetzt noch mein Mann.
Anna Pawlowna: Ein Verschwender, ein Trunkenbold, ein Liedrian ist er, und du kannst dich nicht von ihm trennen?
Lisa: Warum quälen Sie mich? Es ist mir so schon schwer genug ums Herz, und Sie scheinen mein Leid absichtlich noch vergrößern zu wollen.
Anna Pawlowna: Ich quäle dich! Nun, dann will ich abreisen. Das kann ich nicht mit ansehen.
Lisa (schweigt).
Anna Pawlowna: Ich sehe, daß ihr das wollt, und daß ich euch im Wege bin. Ich kann nicht hier bleiben. Ich verstehe euch gar nicht. Immer etwas Neues. Erst beschließt du, dich von ihm zu trennen; dann berufst du auf einmal einen Mann her, der in dich verliebt ist ...
Lisa: Das ist nicht der Fall.
Anna Pawlowna: Karenin hat dir einen Heiratsantrag gemacht, und nun schickst du ihn zu deinem Manne, um diesen holen zu lassen. Was stellt das vor? Willst du deinen Mann eifersüchtig machen?