Fedja: Nun ja, nun ja. Nur ... (Der Kellner kommt herein mit einer Flasche Champagner, Papier und Schreibzeug.)

Dritter Auftritt

Fedja, Iwan Petrowitsch und zu Anfang der Kellner.

Fedja (bedeckt den Revolver mit einer Serviette): Zieh die Flasche auf! Laß uns trinken! (Sie trinken.) (Fedja schreibt.) Warte ein bißchen!

Iwan Petrowitsch: Auf deine ... große Reise! Ich nehme da einen höheren Standpunkt ein. Ich werde dich nicht zurückhalten. Leben und Tod, das macht für ein Genie keinen Unterschied. Ich sterbe im Leben und lebe im Tode. Du tötest dich, damit sie, diese beiden Menschen, dich bedauern. Ich aber, ich töte mich, damit die ganze Welt begreift, was sie verloren hat. Ich werde nicht schwanken, nicht überlegen. Ich ergreife ihn (er faßt den Revolver), bautz — und alles ist erledigt. Aber es ist noch nicht an der Zeit. (Er legt den Revolver wieder hin.) Und etwas zu schreiben beabsichtige ich auch nicht; sie müssen es von selbst begreifen ... Ach, ihr ...

Fedja (schreibt): Warte ein bißchen!

Iwan Petrowitsch: Klägliche Menschen! Da wimmeln sie umher und mühen sich geschäftig ab. Und sie verstehen nicht, daß ... gar nichts verstehen sie. Ich rede nicht zu dir. Ich rede nur so für mich, spreche meine Gedanken aus. Aber was tut der Menschheit not? Sehr wenig: daß sie ihre Genies zu schätzen wüßte; aber die hat sie immer hingerichtet, vertrieben, gefoltert ... Nein! ich werde nicht euer Spielzeug sein! Ich werde euch entlarven. Neei—n! Ihr Heuchler!

Fedja (ist mit Schreiben fertig, trinkt sein Glas aus und liest das Geschriebene noch einmal durch): Nun, bitte, geh weg!

Iwan Petrowitsch: Ich soll weggehen? Na, dann leb wohl! Ich werde dich nicht davon zurückhalten. Ich werde dasselbe tun. Aber es ist noch nicht Zeit für mich. Ich will dir nur sagen ...

Fedja: Schön! Du kannst es mir sagen, aber erst nachher. Jetzt paß mal auf, lieber Freund: bitte, gib doch dies hier dem Wirt (er gibt ihm Geld) und frage, ob ein Brief oder ein Paket für mich da ist. Sei so gut!