„Quatsch!“ erwiderte Wasili Andrejitsch, der jetzt in durchaus ungekünstelter, bäuerlicher Sprache redete, ganz anders als zu Hause.

„Das ist kein Quatsch, Wasili Andrejitsch, sondern was ich sage, ist richtig,“ antwortete Nikita. „Auch am Schlitten ist es zu hören, daß wir über ein Kartoffelfeld fahren; und da sind auch Haufen, da haben sie das Kartoffelkraut zusammengeworfen. Das ist das Feld, das zur Brennerei von Sacharowka gehört.“

„Ei ei, wohin haben wir uns verirrt!“ sagte Wasili Andrejitsch. „Was sollen wir nun machen?“

„Wir müssen geradeaus fahren, weiter nichts; irgendwohin werden wir schon kommen,“ erwiderte Nikita. „Kommen wir nicht nach Sacharowka, dann kommen wir nach der herrschaftlichen Meierei.“

Wasili Andrejitsch gehorchte und ließ das Pferd gehen, wie es Nikita geheißen hatte. So fuhren sie ziemlich lange. Manchmal fuhren sie über entblößte Wintersaat, wo die beschneiten Raine und die Schneewehen obenauf mit Erdstaub bedeckt waren. Dann wieder kamen sie auf Stoppelfeld, bald von Wintergetreide, bald von Sommergetreide, wo Beifußstauden und Strohhalme aus dem Schnee hervorragten und im Winde schwankten. Dann wieder kamen sie in tiefen, überall gleichmäßig weißen, eben daliegenden Schnee, aus dessen Oberfläche nichts mehr hervorschaute. Schnee rieselte von oben herab, und Schnee stiebte von unten auf. Manchmal glaubten sie bergauf, manchmal bergab zu fahren; bisweilen hatten sie die Vorstellung, als ständen sie still auf einem Fleck und das Schneefeld liefe neben ihnen vorbei. Beide schwiegen sie. Das Pferd war offenbar sehr ermattet, infolge des Schweißes am ganzen Leibe rauh geworden und von Reif bedeckt; es ging im Schritt. Plötzlich sank es ein und blieb in einer Vertiefung stecken, mochte dies nun eine vom Wasser ausgespülte Stelle oder ein Graben sein. Wasili Andrejitsch wollte anhalten, aber Nikita schrie ihm zu:

„Wozu sollen wir halten? Sind wir hineingefahren, so müssen wir auch wieder hinausfahren. Hü, mein lieber Freund, hü, hü, du lieber Kerl!“ rief er in heiterem Tone dem Pferde zu; er sprang aus dem Schlitten und sank selbst tief in die Höhlung hinein.

Das Pferd zog kräftig an und arbeitete sich sofort auf einen gefrorenen Damm hinauf. Augenscheinlich war es also ein von Menschenhand hergestellter Graben.

„Wo sind wir denn?“ fragte Wasili Andrejitsch.

„Das werden wir schon erfahren!“ antwortete Nikita. „Fahren Sie nur einfach zu. Irgendwohin werden wir schon kommen.“

„Das wird da wohl der Wald von Gorjatschkino sein?“ sagte Wasili Andrejitsch und zeigte auf etwas Schwarzes, das vor ihnen durch den Schnee hindurch sichtbar wurde.