Und es war auch wirklich Grischkino. Es stellte sich also heraus, daß sie zu weit nach links geraten und ungefähr acht Werst in falscher Richtung gefahren, dabei aber doch ihrem Bestimmungsorte näher gekommen waren. Von Grischkino nach Gorjatschkino waren noch etwa fünf Werst.

In der Mitte des Dorfes stießen sie auf einen hochgewachsenen Mann, der mitten auf der Straße ging.

„Wer kommt denn da angefahren?“ schrie der Mann, hielt das Pferd an, faßte, sobald er Wasili Andrejitsch erkannte, sofort nach der Gabeldeichsel, griff an ihr mit den Händen weiter, gelangte so zum Schlitten und setzte sich auf den Rand desselben.

Es war dies ein Bauer, namens Isai, welchen Wasili Andrejitsch kannte; in der ganzen Umgegend war er als der größte Pferdedieb berüchtigt.

„Ah, Wasili Andrejitsch! Wohin geht denn die Reise?“ fragte Isai und hüllte beim Reden Nikita in eine Wolke von Branntweinduft ein.

„Wir wollen nach Gorjatschkino.“

„Wie kommt ihr denn dann hierher? Da hättet ihr doch über Malachowo fahren sollen.“

„Das hätten wir freilich sollen, aber wir haben den Weg verfehlt,“ antwortete Wasili Andrejitsch und hielt das Pferd an.

„Ein hübsches Pferdchen,“ bemerkte Isai, das Pferd musternd, und zog ihm an dem aufgebundenen Schwanze den locker gewordenen Knoten mit wohlgeübtem Griffe bis ganz an die Rübe hinauf.