Mit Gott, Iwan Chassanow! sagt der General.

Der Oberst wendet auf der Stelle sein Pferd, zieht seinen Säbel und ruft: »Urrah!«

Urrah, urrah, urrah, ... tönt es durch die Reihen, und die Reiterei stürmt ihm nach.

Alle schauen mit Teilnahme hin: da ist ein Zeichen, ein zweites, ein drittes, ein viertes ... Der Feind verschwindet, ohne den Angriff abzuwarten, im Walde und eröffnet von hier aus ein Gewehrfeuer. Die Kugeln kommen dichter geflogen.

Quel charmant coup d'œil! sagt der General, indem er seinen dünnbeinigen Rappen auf englische Art leichte Sprünge machen läßt.

Charmant! antwortet der Major mit schnarrendem R, giebt seinem Pferd einen Hieb mit der Gerte und reitet zu dem General heran. C'est un vrai plaisir, la guerre dans un aussi beau pays, sagt er.

Et surtout en bonne compagnie, fügt der General mit anmutigem Lächeln hinzu.

Der Major verneigte sich.

In diesem Augenblick fliegt mit raschem, häßlichem Zischen eine feindliche Kugel vorbei und schlägt irgendwo ein; hinter uns hört man das Stöhnen eines Verwundeten. Dieses Stöhnen ergreift mich so sonderbar, daß das kriegerische Bild im Augenblick all seinen Zauber für mich verliert; aber niemand außer mir scheint das zu bemerken: der Major lacht, wie ich glaube, aus vollem Halse; ein anderer Offizier wiederholt vollkommen ruhig die Anfangsworte seiner Rede; der General sieht auf die entgegengesetzte Seite hinüber und sagt mit dem ruhigsten Lächeln etwas auf französisch.