Was können mir die Russen thun? Ich bin ein alter Mann, sagte er wieder und sah teilnahmslos in dem Kreise umher, der sich um ihn gebildet hatte.

Als ich wieder zurückkehrte, sah ich, wie dieser alte Mann ohne Mütze mit gebundenen Händen zitternd hinter dem Sattel eines Linienkosaken saß und mit demselben leidenschaftslosen Ausdruck um sich sah. Er war zum Austausch der Gefangenen unentbehrlich.

Ich kletterte auf das Dach und ließ mich neben dem Kapitän nieder.

Der Feind scheint nicht stark an Zahl gewesen zu sein, sagte ich zu ihm, denn ich wollte seine Meinung hören über den eben beendeten Kampf.

Der Feind? wiederholte er verwundert. Es hat ja gar keinen Feind gegeben. Nennt man das etwa einen Feind? ... Abends werden Sie sehen, wenn wir den Rückzug antreten, dann sollen Sie sehen, wie sie uns begleiten werden: wie sie da hervorkommen werden! fügte er hinzu und zeigte mit dem Glase nach dem Waldwege, den wir des Morgens gegangen waren.

Was ist dort? fragte ich beunruhigt und unterbrach den Kapitän, indem ich auf die Don'schen Kosaken hinzeigte, die sich unweit von uns gesammelt hatten.

Aus ihrer Schar klang etwas wie das Weinen eines Kindes herüber und die Worte: eh, schlagt nicht ... halt ... man könnte es sehen ... hast du ein Messer, Ewstignjeïtsch? ... Gieb das Messer her ...

Sie teilen etwas, die verfluchten Kerle, sagte der Kapitän ruhig.

Aber in demselben Augenblick kam plötzlich mit glühendem, erregtem Gesicht der hübsche Fähnrich um die Ecke gestürmt und stürzte, mit den Armen durch die Luft fahrend, auf die Kosaken zu.

Rührt ihn nicht an, schlagt ihn nicht! rief er mit kindlicher Stimme.