Schöne Ehre, wenn man nichts zu essen hat, sagte der Kommissionär mit verächtlichem Lachen, zu dem Train-Offizier gewandt, der auch darüber lachte.
Stell' sie auf »Lucia«, wir hören zu, sagte er und zeigte auf eine Spieldose. Ich höre sie gern.
Ist er ein guter Mensch, dieser Wassilij Michajlytsch? fragte Wolodja seinen Bruder, als sie, bereits in der Dämmerung, die Hütte verließen und nach Sewastopol weiter fuhren.
Es geht an, aber er ist ein schrecklicher Geizhals! Und diesen Kommissionär kann ich nicht ausstehen ... Den prügele ich noch einmal durch.
IX
Wolodja war zwar nicht in schlechter Stimmung, als er, bereits bei Anbruch der Nacht, zu der großen, über die Bucht führenden Brücke kam, fühlte aber eine gewisse Beklommenheit im Herzen. Alles, was er sah und hörte, wich sehr ab von den früheren, eben erst verlassenen Eindrücken: dem hellen, getäfelten Prüfungssaal, dem lustigen, harmlosen Lachen der Kameraden, der neuen Uniform, dem geliebten Zaren, den er sieben Jahre hindurch gesehen und der sie Kinder genannt, als er mit Thränen in den Augen von ihnen Abschied nahm – so wenig glich alles seinen schönen, buntschillernden, hochherzigen Träumen.
Nun, sieh, wir sind an Ort und Stelle! sagte der ältere Bruder, als sie zur Michajlow-Batterie kamen und aus dem Fuhrwerk stiegen. Wenn man uns über die Brücke läßt, gehen wir sogleich in die Nikolajew-Kaserne. Dort bleibst du bis morgen früh; und ich werde zum Regiment gehen, um zu erfahren, wo deine Batterie steht; morgen werde ich dich abholen.
Warum denn? gehen wir lieber zusammen, meinte Wolodja. Ich werde mit dir auf die Bastion gehen. Es ist ja jetzt ganz gleich: ich muß mich daran gewöhnen. Wenn du gehst, kann ich es auch.
Besser ist es, du gehst nicht.