Wart', stör' mich nicht! antwortete der mit dem Fernrohr, indem er mit besonderer Gespanntheit nach Sewastopol hinübersah.
Was ist da, was?
Bewegung in den Laufgräben. Dichte Kolonnen rücken vor.
Das sieht man auch so. Sie rücken in Kolonnen an.
Wir müssen das Signal geben. ...
Sieh, sieh! sie sind aus den Laufgräben herausgekommen!
In der That konnte man mit bloßem Auge sehen, wie sich dunkle Flecken bergab von den französischen Batterien durch das Thal nach den Bastionen bewegten. Vor diesen Flecken sah man dunkle Streifen schon in der Nähe unserer Gefechtslinie. Auf den Bastionen flammten an verschiedenen Stellen, wie vorübergehend, weiße Rauchwolken von Schüssen auf. Der Wind trug die Töne des beiderseitigen Gewehrfeuers, das so häufig war, wie wenn Hagel an die Fenster schlägt, hinüber. Die schwarzen Streifen bewegten sich in dichtem Rauch immer näher und näher. Die immer stärker werdenden Töne des Gewehrfeuers schmolzen in ein ununterbrochenes, rollendes Krachen zusammen. Der immer häufiger emporsteigende Rauch verbreitete sich schnell über die ganze Linie und verschmolz endlich in eine dunkelblaue Wolke, die auf- und abwogte, und durch die Feuer und schwarze Punkte hindurchschimmerten; alle Töne vereinigten sich zu einem einzigen rollenden Donner.
Sturm! sagte der Offizier und gab mit bleichem Gesicht dem Seemann das Fernrohr zurück.
Kosaken sprengten den Weg entlang; der Höchstkommandierende kam in einer Kalesche vorbeigefahren, die Offiziere seines Gefolges begleiteten ihn zu Pferde. Auf allen Gesichtern lag sorgenvolle Unruhe und Erwartung.
Es ist unmöglich, daß sie ihn genommen haben! sagte der Offizier zu Pferde.