»... die Sehnsucht nach dem Schiff kam stets zurück.«

Ich strebte diesmal nach einem amerikanischen Schiff und kam auf die »Golden Shore«, einen Viermastschoner, der von hier nach Honolulu und später die Route San Franzisko-Vancouver-Honolulu fuhr, die eine Fahrt mit Zucker, die andere mit Holz.

Es war eine ideale Zeit. Ich wurde gut bezahlt, 45 Dollar den Monat, und gleich als Vollmatrose angenommen. Eigentlich geht das nicht so schnell. Die regelmäßige Laufbahn führt vom Schiffsjungen über den Jungmann und Leichtmatrosen zum Vollmatrosen. Es gab harte und schwere Arbeit, namentlich beim Laden und Löschen, während auf einem Schoner seemännisch leichtere Arbeit an Deck ist wie auf einem Rahschiff.

An Bord des Schoners war mein besonderer Freund ein Deutscher, Namens Nauke, ein verkrachter Geigenmacher, der als Kajütsjunge an Bord war.

Eines Tages, als wir in Honolulu ankern, fordert mich Nauke auf, mit an Land zu gehen, und bringt mir gleich eine Dose kondensierte Milch aus der Kajüte mit, weil ich die so gern mochte. Wir sahen uns dann den König an, der im Park eines ihm von Amerika gebauten Palastes in einem bequemen Rohrsessel, umgeben von zwei oder drei Weibern, beim Tee saß, und erprobten darauf die Eßbarkeit der Roßkastanien, die vor des Königs Parkgitter wuchsen, in der Annahme, auf Hawaii wäre alles eßbar. Da kommt ein besser gekleideter Herr auf uns zu und fragt auf Englisch: »Was treiben Sie hier?«

»Wir sehen uns den König an.«

»Ach was, König, ihr solltet den Hulla-Hulla-Tanz sehen.«

»Hast du Lust, Nauke?«