»Wieso?«

»Ach, Sie fragen so viel, und ich hab noch nicht einmal gefrühstückt. Seit Orlonski fort ist und die Wahnmochingerei auch unser friedliches Eckhaus verheert, ist es wirklich recht zum Verzweifeln.«

Wir riefen mit vereinten Kräften nach Chamotte.

»Am Ende sitzt er auch irgendwo und spricht über Hallwig,« meinte Willy, »oder er sucht sich über seine Substanz klar zu werden.«

Nein, er saß unten im Flur und spielte die Flöte. Susanna hatte ihn als Türhüter angestellt, um etwaige lästige Besuche fern zuhalten.

Er brachte uns dann Kaffee, und es wurde gemütlicher.

»Wissen Sie, lieber Freund und Dame,« sagte Willy, »Sie sind etwas zu spät gekommen. Die große Wahnmochinger Bewegung hat sich schon überlebt – noch ehe sie eigentlich das Licht der Welt erblickt hat.«

»Und ich dachte, es sollte gerade erst anfangen,« entgegnete ich trübe.

»Ja, Sie haben, wie mancher andere, das Ende mit dem Anfang verwechselt. Wir alten Eingeborenen können uns darüber nicht täuschen, – wir haben auch alle gefühlt, daß dieser berauschte Karneval nur ein Versuch war, wieder zusammenzufügen, was sich innerlich zu zerspalten droht. Sie haben ja selbst gesehen, daß Hallwig nicht daran teilnahm. Das ist ein schlimmes Symptom. Und auch Delius soll gemurrt haben, daß man dem Cäsar Ehren erwies, die nur Göttern zukommen. Aber noch hofft man auf Zeichen und Wunder, und alles wird davon abhängen – –«

Während der letzten Worte war Susanna ins Zimmer getreten; unten fiel die Haustür dröhnend ins Schloß, der Panther schien sich entfernt zu haben.