| ABCDABCD homozygotisch | aBCDaBCD homozygotisch | ABcDABcD homozygotisch | aBcDaBcD homozygotisch |
| 2 ABCDABcD einf. het. zyg. | 2 aBCDaBcD einfach heterozygotisch | 2 ABcDaBcD einfach heterozygotisch | |
| 2 ABCDaBCD einf. het. zyg. | |||
| 4 ABCDaBcD zweif. het. zyg. | |||
| Aussehen: gelb rund | gelb kantig | grün rund | grün kantig |
| 9 | 3 | 3 | 1 |
[20] Zu S. 30. Vgl. Anmerkung [10].
[21] Zu S. 33. Vgl. Anmerkung [9].
[22] Zu S. 33. Vgl. Anmerkung [9].
[23] Zu S. 35. Damit erscheint im Prinzipe die Zurückführung der sog. weiteren Spaltungsverhältnisse 15 : 1, 63 : 1, 255 : 1 auf eine Verschiedenheit in 2, 3, 4 Elementen oder Faktoren ausgesprochen, auf eine dihybride, trihybride, bzw. polyhybride Bastardierung — im Gegensatze zu der durch die Spaltungsverhältnisse 3 : 1 oder 1 : 2: 1 charakterisierten einfaktorigen oder monohybriden Bastardierung (nach Nilsson-Ehle). Neben der Möglichkeit, dass von den im Text genannten Verbindungen »jede eine andere Farbe darstellt«, besteht die andere, dass die einzelnen Faktoren von wesentlich gleichartiger Wirkung sind, beispielsweise gleichartige Färbung von abgestufter Sättigung bewirken. Die faktorenführenden Individuen stellen dann eine Stufenreihe dar. Eine solche kann allerdings auch bei einfaktorigem Unterschied, also bei monohybrider Bastardierung mit dem charakteristischen Spaltungsverhältnis 3 : 1 vorkommen (von Nilsson-Ehle auf eine Nebenwirkung anderer Faktoren bezogen).
[24] Zu S. 38. Vgl. Anmerkung [3] und die Abhandlung [II].
[25] Zu S. 40. Hier sei daran erinnert, dass zuerst A. v. Kerner die Theorie einer Vervielfältigung der Arten durch Erzeugung samenbeständiger Bastarde von unverminderter Fruchtbarkeit aufgestellt hat. Vgl. Pflanzenleben. Die Bedeutung der Bastardierung verschiedener Arten als einer der Faktoren für die Neubildung konstanter Formen erhellt aus den Arbeiten von Focke über Rubus (1877), Rosen über Erophila (1889), Malinvaud über Mentha (1898), v. Wettstein bezüglich einzelner Fälle bei Euphrasia, Gentiana und Sempervivum (1896, 1897, 1901) und von Solms-Laubach über Tulpen (1899).
[26] Zu S. 50. An der Bastardnatur der von Mendel beobachteten, leider nicht detailliert beschriebenen Formen ist[H] — trotz der Feststellung des Vorkommens von ungeschlechtlicher Fortpflanzung bei Hieracium durch C. Ostenfeld und C. Raunkiaer — durchaus nicht zu zweifeln. Als Charakteristica seien nach Mendel hervorgehoben: in erster Linie Mehrgestaltigkeit (Pleiotypie) der ersten Generation — mit Ausnahme von 2 einförmigen Hieraciumbastarden —, teils Mittelstellung, teils Reinausprägung der konkurrierenden Elternmerkmale, jedoch selbständige Neukombinierung von Merkmalen. Nach der Faktorentheorie lässt echte Mehrgestaltigkeit, d. h. Bestehen der I. Generation aus differenten Typen mit charakteristischverschiedener Deszendenz auf einen heterozygotischen Charakter, bzw. auf Bastardierungsherkunft der einen oder gar beider Elternformen schliessen. Für Hieracium erscheint diese Deutung gestützt durch die sichtliche Neigung zur Bastardierung schon in der freien Natur. (Vgl. H. Zahn, Allg. bot. Zeitschr. v. A. Kneucker, Nov. 1904.) Daneben ist allerdings nach Correns, wenigstens für gewisse Fälle, an die Möglichkeit zu denken, dass Mendel zwar äusserlich gleich erscheinende, jedoch innerlich oder kryptomer, bzw. in ihrem Faktorengehalte verschiedene Individuen, wie sie bei der normalen Aufspaltung in zahlreichen Fällen mehrfaktoriger Bastardierung bereits festgestellt sind, zur Pollengewinnung benützte. — In zweiter Linie erscheinen Mendel's Hieraciumbastarde charakterisiert durch Konstantbleiben der einzelnen Typen, also durch anscheinendes Fehlen von Spaltung. Dieses auffällige Verhalten könnte allerdings, z. T. wenigstens, durch ungeschlechtliche, bzw. apogame Fortpflanzung der einzelnen Typen der echten Bastarde erster Generation vorgetäuscht worden sein.
[27] Zu S. 51. A. v. Kerner hat — was wohl zu weit geht —eine besondere Beschränkung der Fruchtbarkeit für Bastarde überhaupt bestritten. Immerhin bleibt die Möglichkeit einer Steigerung der in gewissen Fällen zweifellos zu Anfang verminderten Fruchtbarkeit in späteren Generationen bestehen, worauf die obige Beobachtung Mendel's hinweist. Analoges haben v. Wettstein an einem Bastard von Sempervivum alpinum ✕ arachnoideum und v. Tschermak am Bastarde Phaseolus vulgaris ✕ multiflorus beobachtet.
[28] Zu S. 52. Leider ist diese Absicht nicht zur Ausführung gekommen.