Varlin legte das Papier, dessen Inhalt er vorgelesen, Lermina vor, der es mit einem raschen Federzug unterzeichnete. Die Uebrigen folgten Alle.
Lermina erklärte sodann die Sitzung für geschlossen, und die Versammelten verließen in einzelnen Gruppen, um kein Aufsehen zu erregen, langsam und schweigend das Zimmer, indem sie sich, sobald sie aus dem äußern Theil des Hauses auf die Straße traten, nach verschiedenen Richtungen hin zerstreuten.
Raoul Rigault näherte sich Lermina.
„Bleibt noch einen Augenblick hier,“ sprach er, „ich habe Euch eine
Mittheilung zu machen.“
„Gut,“ sagte Lermina.
Raoul Rigault trat zu Varlin und dann zu Ulric de Fonvielle, indem er sie ebenfalls aufforderte, noch zu bleiben.
Bald war das Zimmer leer, und an dem großen Tisch befanden sich nur noch
Lermina, Varlin, Ulric de Fonvielle und Raoul Rigault.
In der Tiefe des Zimmers war ebenfalls eine Gestalt sitzen geblieben, welche man bei der matten Beleuchtung nur in dunkeln Umrissen erkennen konnte.
„Meine Freunde,“ sagte Raoul Rigault indem er das herabgefallene Monocle mit einer etwas gezierten Bewegung wieder in das Auge warf, „ich habe Euch ruhig sprechen und beschließen lassen, ohne irgend Etwas dabei zu bemerken, weil ich Alles das für ein Geschwätz halte, durch welches Nichts erreicht wird; — dieses Plebiscit,“ fuhr er mit selbstgefälligem Lächeln fort, „— wird trotz unserer Agitation ganz nach dem Plan seiner Arrangeurs ausgeführt werden, — und“ sagte er sich zu Varlin wendend — „trotz des Protestes der Internationale wird man uns alle verhaften, wenn man irgend dazu Lust verspürt.“
„Das ist Alles was Sie uns zu sagen haben und weshalb Sie uns gebeten haben, hier zu bleiben?“ fragte Lermina mit seiner harten klanglosen Stimme.