Der Marschall Leboeuf folgte ihnen. Man stieg zu Pferde.

An der Spitze seines glänzenden Generalstabes ritt der Kaiser hinaus durch die belebten Straßen der Stadt nach dem Felde.

Auf der Straße von Thionville, wo zwei Brigaden der Garde aufgestellt waren, begrüßten diese prächtigen Elitetruppen in ihrer musterhaften Haltung den Kaiser mit jubelnden Hochrufen, in welche die in dichten Massen umherstehenden einzelnen Soldaten laut und begeistert mit einstimmten. Aber das Gesicht Napoleons erhellte sich nicht beim Anblick dieser herrlichen Regimenter. Schweigend ritt er die Front ab, schweigend ließ er die Truppen an sich vorbei defiliren und immer schweigend wandte er nach kurzem Gruß, den Hut erhebend, sein Pferd, um nach der Stadt zurückzureiten.

Noch einmal brauste das vive l'empereur donnernd durch das Lager hin, die Strahlen der Sonne funkelten auf allen diesen Waffenspitzen, auf allen diesen Gold schimmernden Uniformen des Generalstabes, an dessen Spitze der Kaiser gebeugt auf seinem Pferde sitzend, im langsamen Schritt nach der Stadt zurückritt, während der kaiserliche Prinz ungeduldig sein Pferd zügelte, um an der Seite seines Vaters zu bleiben.

Überall grüßten erneute Hochrufe und die Klänge der Musikkorps, welche partant pour la Syrie und die Marseillaise spielten.

Der Kaiser schien von Allem dem nichts zu hören und zu sehen. Ausdruckslos starrten seine Augen in's Leere und leise die Lippen bewegend, sprach er:

„Ave, Caesar, morituri te salutant!“

Ende des dritten Bandes.