Weiberhaß und Weiberverachtung
Erwiderung auf Weininger. Verlag Moritz Perles, Wien I.
Urteile der Presse am Schluß des Buches.
Die Stimme.
»Was bedeutet diese Entfremdung des innersten Wesens, dieses Versagen der melodischen Kraft? Wem gehört sie an? Dem Vogel? oder wer leiht sie ihm nur? Nur ein ekstatischer Zustand ermöglicht ihm die Melodie.«
| Richard Wagner. (Briefe an Mathilde Wesendonk.) |
»Die Frage: Woher hat's der Dichter? geht auch nur aufs Was, vom Wie erfährt dabei niemand etwas.«
Goethe. (Sprüche.)
Vorwort
zur ersten Ausgabe 1907 Berlin.
Ich wollte dieses Buch unter einem Pseudonym veröffentlichen, der Rat meiner Freunde war dagegen. Ich sollte nicht den Schein auf mich laden, als ob ich mich verbergen wollte. Und das wollte ich nicht. Ich beabsichtigte nur, mich vor Identifizierung meiner Person mit dem hier in Ichform geschilderten Frauenschicksal zu schützen, – ein Bedenken, das selbst Goethe nicht außer acht ließ, als er unter den Roman »Aus meinem Leben« die Bezeichnung »Dichtung und Wahrheit« setzte. Das Lachen und Weinen dieser Blätter wurde nicht nur »erlebt«, sondern auch geschaut, gehört, geträumt. Und jeder, der den Schicksalen solch eines Träumerlebens jemals nachging, weiß, daß die Vision da beginnt, wo das Leben uns im Stich läßt.