"O, ich stelle Ihnen meine Galoschen zur Verfügung, gnädiges Fräulein", scherzte Hermann.

"Höchst ungnädiges Fräulein", verbesserte Therese. "Mimi trauert um ihr helles Kleid."

"Fällt mir nicht ein", leugnete diese. In Wahrheit war sie sehr mißgestimmt, sich nicht nach Vorhaben putzen zu können. Auch Hermann sah nicht so aus daß man viel Staat mit ihm machen konnte. Eine verfehlte Partie, dachte sie.

"Meinetwegen laßt uns zu Hause bleiben," meinte aufrichtig Therese.

"Mir ist's auch gleich", stimmte Mimi bei, und die Partie drohte wirklich noch im letzten Augenblick zu Wasser zu werden, als die Wittfoth den Ausschlag gab.

"Was?" schalt sie. "Das sind junge Leute, und fürchten sich vor Schnee?
Marsch, fort mit Euch!"

"Man nich so eitel, Fräulein", wandte sie sich direkt an Mimi. "Sie sind noch lange hübsch genug. Wenn der Rechte kommt, sieht er nicht erst aufs Kleid."

"Das mein ich auch", bekräftigte Hermann eifrig. "Wenn die Rose selbst sich schmückt, schmückt sie auch den Garten."

"Nun wird's Zeit", rief die Wittfoth, "wenn Schiller erst redet."

"Rückert, liebe Tante", belehrte Hermann.