Sie aber mußte immer wieder hinüber sehen nach dem schwarzen Fleck dahinten, über dem jetzt eine einzelne weiße Wolke, wie ein fabelhaftes Ungetüm, schwebte.

Wie unheimlich diese einsame Wolke aussah. Wie verloren schwebte sie im blauen Luftmeer, wie ein verschlagenes Segel im grenzenlosen Ocean.

Ein wunderliches, nie gekanntes Gefühl der Vereinsamung überkam Lulu.
Mühsam beherrschte sie sich.

"Was guckst Du immer nach der Wolke?" fragte Paula.

Lulu schrak zusammen.

"Ich?" fragte sie. "Das ist doch man so."

Sie wußte es kaum, daß sie beständig dort hinüber starrte.

"Lulu trinkt nachher etwas Selterwasser", meinte die Mutter. "Das frischt ihr auf."

Der Vater wollte sie jetzt mit der Droschke zurückschicken, Beuthien sollte dann zum Schluß des Rennens zurückkommen.

Fast heftig lehnte Lulu ab. Um keinen Preis wäre sie jetzt mit ihm allein gefahren.