"Meinen Sie? Ich habe es einmal getan. Es ist gar zu einsam."
"Das ist doch schön."
"Aber auf die Dauer? Wenn noch Besuch käme. Aber es ist ja gar nichts
Gescheites in der Nähe, kein Umgang, der einem zusagte."
"Sie sollten mit nach Sylt kommen."
"Ja, das wäre was. Aber Papa tut's nicht."
"Auf ein paar Wochen nur."
"Kommen Sie doch mit in die Stadt," sagte sie. "Aber Sie haben ja solche Sehnsucht nach dem Meere," setzte sie schnell hinzu. "Ich kann mir denken, wie Sie sich wegsehnen von hier."
Er erwiderte nicht gleich etwas darauf. Allerlei Gedanken und Bilder gingen ihm durch den Kopf. Er besuchte mit ihr die Museen, die Konzerte, die Kirchen, sah sich von ihr in eine höhere Geselligkeit eingeführt, in die Gesellschaft; tausend verlockende Aussichten eröffneten sich ihm, wenn er mit ihr in die Stadt ginge. Und dass sie es wünschte! Dass sie es wünschte und aussprach! Das machte ihn ganz glücklich.
"Wie gerne würde ich mit in die Stadt gehen," sagte er.
"Aber?" fragte sie, da er zögerte.