Sie sagte das in einem ganz andern Ton. Ein plötzliches Umschlagen der
Stimmung.
"Ihr ewiges Hin- und Herlaufen macht mich ganz nervös," sagte sie und stand auf. "Was haben Sie für eine Unruhe! Sie können gewiss die Zeit nicht erwarten, wo es auf und davon geht, Sie alter Meermensch."
Es sollte scherzhaft klingen, aber es war eine leise Gereiztheit im Ton.
"Sie missverstehen mich, Komtesse," sagte Randers.
"Wie so?"
Die Frage klang wirklich naiv und machte ihn einen Augenblick irre, verwirrte ihn. Er versuchte sich mit einem Lächeln herauszuhelfen, aber es misslang.
"Ich brauche ja das Meer, die Einsamkeit—es ist ja nur eine Flucht—vor mir selbst—vor all diesen—diesen Unmöglichkeiten."
Er rannte wieder auf und ab, während sie angelegentlich durch das rote Fenster auf die See sah, die Augen mit der Hand beschattend, dicht an die Scheibe gedrängt.
Er wartete, dass sie etwas erwidern sollte.
"Aber ich habe Ihnen das ja alles schon gesagt," fuhr er fort, als sie schwieg, und es klang fast verzweifelt.