16.
Es regnete, regnete immer stärker, der ganze Himmel schien sich auflösen zu wollen. Das angewelkte Laub konnte sich unter diesem beständigen Angriff der Wassermassen nicht halten, löste sich und fiel auf die aufgeweichte Erde, in den Kot der Wege und in die hundert kleinen und grossen Pfützen.
Es war, als wollte dieser Tag die letzten Reste des Sommers wegschwemmen.
Randers lief immer gerade aus, eine Stunde lang, zwei Stunden. Das Nass rann in Strömen und kleinen Bächen von seinem Regenrock, sammelte sich auf seiner weissen, durchweichten Mütze, rieselte über deren schwarzen Schirm, spritzte von unten bei jedem Schritt an ihm hinauf, dass Stiefel und Beinkleider ganz kotig waren.
Aber er lief immer drauf los.
War das nicht der Weg nach Süssen?
Aber es war ja gleichgültig. Er wollte ja nur seinem "Glück" entlaufen, diesem wunderlichen Glück, das ihn quälte, ihn ängstigte, sich wie eine eiserne Klammer um sein Herz legte, wie ein glühender Nagel sich ihm ins Hirn bohrte. O, wie er glücklich war!
Warum jauchzte er nicht laut auf? Hatte er nicht eine reizende Braut?
Und eine köstliche Zukunft?
Schwiegersohn des Grafen Bruckner!
Was würden sie alle für Augen machen. Also doch eine Adelige. Ja, ja der
Randers!