Am besten wäre es, er schriebe es ihr von Hamburg aus.
Und so lange sollte er schauspielern? Lügen?
Müde und abgespannt, durchnässt und beschmutzt kam er wieder im Schloss an.
Fides war in ihrem Zimmer, beschäftigt, mit der Zofe die letzten Koffer und Schachteln zu packen, der Graf in seinem Arbeitskabinett zu einer letzten geschäftlichen Unterredung mit dem Verwalter.
Randers ging, von niemand gesehen, auf sein Zimmer. Am liebsten hätte er sich aufs Bett gelegt, zu einem langen, langen Schlaf. Aber es war noch früh, kaum sechs Uhr.
In den nassen Kleidern konnte er auch nicht bleiben. Er zog sich um und ging in den Salon hinunter.
Ein graues, trübes DämmeDämmerlichtschte darin.
Der Regen schlug gegen die Fenster. Ein paar welke Ahornblätter klebten an den nassem Scheiben.
Vom Tisch waren alle Mappen und Bücher abgeräumt, die schweren Silberleuchter unterm Wandspiegel waren schon weggeschlossen. Es lag schon ein Hauch von Unwohnlichkeit über dem halbdunklen Raum. Nur die grosse japanesische Vase, die der Gärtner erst gestern mit frischen Chrysanthemen gefüllt hatte, stand noch auf ihrer Ebenholzsäule, und die grossen gefiederten gelben und weissen und lila Blumensterne standen wie verbannte Schönheiten auf einer einsamen öden Insel.
Der Blüthner war geöffnet.