Er lag ganz still und freute sich des Augenblicks, wo sie ihn gewahr würde und einen Schrecken bekäme. Aber seine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Die Kleine suchte gründlich Busch für Busch ab und entfernte sich dabei immer mehr von ihm. Zuletzt hielt er's nicht mehr aus und klatschte laut in die Hände.

Erschrocken fuhr sie mit dem Kopf herum, sah nach allen Seiten, mit grossen neugierigen Augen, aber durchaus nicht ängstlich. Sie war augenscheinlich das einsame Umherstreifen gewohnt und kannte keine Furcht.

Wenn nun ein andrer hier läge?

Sie war doch schon in dem Alter.

Und dann gingen ihm flüchtig allerlei Gedanken an Mord und Verbrechen durch den Kopf und die Geschichte mit dem jungen Mumm.

Er klatschte noch einmal, richtete sich halb auf und lachte ihr hell ins
Gesicht.

"Nein, aber Gott doch, was haben Sie mich erschreckt," rief sie, lachte aber vergnügt über den Spass und kam gleich zu ihm hin.

"Sehen Sie mal, so viele."

Sie hielt ihm mit kindlicher Freude den schon halbgefüllten Topf hin. Er fuhr mit der Hand hinein, so dass sie mit einem kleinen Aufschrei das Gefäss zurückzog.

"Die gehn ja alle kaputt," schalt sie.