"Hier," bat er.
Helga lächelte.
Sie stand im vollen Mondlicht und sang. Er hatte sich zu ihren Füssen geworfen und sah aufs Meer hinaus.
Wie das klang. Wie sie sang. Diese Sehnsucht, dieses heisse, heisse
Herzblut:
Ich liebe dich!
Er hatte ihre Kniee umschlungen, richtete sich auf.
Sie stand zitternd, wollte wehren.
Aber er umschlang sie, riss sie an sich, küsste sie. Seine ganze
Leidenschaft wachte auf. Und sie, überrascht, überwältigt, unter der
Glut seiner Küsse, ward schwach, widerstandslos. War doch auch ihre
Seele bewegt, unter dem Einfluss des Liedes, noch im Wellengang der
Griegschen Rhythmen. Zwei fremde Kreise trafen sich, zitterten
aneinander, einten sich.
Und sie küssten sich, umschlangen sich in einem seltsamen Rausch, der wie eine grosse, meerestiefe Musik ihr Blut und ihre Seele in Wallung brachte.
Angesichts der keuschen, silbernen Mondnacht erglühten sie aneinander und küssten sich.