Dann ging er hinauf, die Waffe in der Hand, und stand unschlüssig vor
Helgas Zimmer, die Hand auf dem Türgriff.

"Leer," sagte er leise, "alles leer.—Nein, ich will nicht—das nicht.—"

Er ging wieder hinunter, lief ins Watt hinaus, kehrte um und ging in die
Dünen.

Es war kalt und feucht. Der Nebel stieg aus der See und kroch an den
Strand, stieg aus den feuchten Dünentälern, wallte wie ein leichter
Rauch über die dunkle Heide, verschleierte die kleinen Lachen und
Tümpel.

Randers achtete nicht darauf. Ihn fröstelte, ein Fieberschauer schüttelte ihn. Aber er ging weiter.

Wohin?

Der Nebel wuchs. Von oben fiel ein bleiches Licht in diesen weisslichen, wehenden Dunst, in dem Randers ziellos umherirrte. Sein Schatten begleitete ihn, ein Gespenst, wuchs plötzlich wie aus der Erde neben ihm auf, dehnte sich auf einer Nebelwand zu grotesker Grosse hinauf, fuhr plötzlich zusammen, als erschrecke er vor etwas und wollte sich in sich selbst verkriechen.

"Schatten! Gespenster!"

Randers sagte es ganz laut.

"Das bist du. Dein eigentliches Ich, das dich höhnt. Ein Nichts. Ein
Spuk. Ein Nebel."