"Dann hört sich's schon anders an. Also nicht nur Musik und Sentiments. Ja, ich will es mir doch überlegen. Es wäre mal etwas anderes. Am Ende fänden sich noch welche, die sich anschlössen."

"Um Gottes Willen! Keinen dritten! Das ist ja gerade die Hauptsache, nur zu zweien."

"Nur wir beide?"

Er sagte nicht ja. Er lachte nur. Welcher Einfall, ihr das alles zu sagen. Und empfindlich zu sein, dass sie es nicht ernst nahm!

5.

Randers überlegte, ob es nicht besser wäre, er reiste ab. Wollte er warten, bis er sich wirklich in sie verliebt hatte? Heiraten konnte er sie doch nicht.

Er würde sie auch nicht heiraten, selbst wenn er sicher wäre, keinen
Korb zu bekommen. Er hatte seinen Stolz, und er hatte seine ganz
besonderen Ansichten über Mesalliancen. Er hatte Grundsätze, die eine
Ehe mit ihr ausschlossen.

Also nur ihr nachlaufen, wie ein verliebter Gymnasiast? Er dankte.

Vorläufig war das ja auch noch keine Liebe, nur ästhetisches Gefallen,
Hochachtung und alles andere. Aber die Gefahr hatte um die Ecke gesehen.

Gestern, zwischen den Ähren, als sie vor ihm herging, ganz in Sonne getaucht, von Zeit zu Zeit den Kopf nach ihm wendend, dass er den warmen, leuchtenden Sammet ihrer weichen Wangen sah, die graziöse Biegung des Halses—er hatte eine Ähre nach der andern gerupft und die Körner durch die Finger gleiten lassen, um die Regung zu unterdrücken.