Er fühlte ein Verlangen nach Fides, ein eifersüchtiges Verlangen, mit ihr über die Sassnitzer zu sprechen.
Aber es gab keinen Vorwand, der einen zweiten Besuch an diesem Tage entschuldigt hätte.
Er ging in den Krug, trank einen Schnaps und setzte sich in die kleine
Laube hinter dem Hause.
Es roch hier nach dem Schweinestall, und die Hühner kamen und bettelten.
Sch, sch, jagte er sie.
Sie blieben in einiger Entfernung stehen, auf einem Bein, drehten die
Hälse und blinzelten ihn an.
Aber er hatte nichts für sie übrig. Er kritzelte in sein Tagebuch.
8.
Ein paar warme, weiche Regentage kamen, und Randers war in bester Laune.
Es war, als hätte ihm nur dieser Regen gefehlt.
Der Himmel war gleichmässig bewölkt, alles Laub feucht und glänzend. Beständig tröpfelte es von den Bäumen, von den Hecken, hing in tausend blitzenden Perlen an den Gräsern, an den Ähren, die noch ungeschnitten auf den Feldern standen, und an den Ähren, die schon in Garben zusammengehockt waren. Und die Rosen im Park wussten nicht, wohin mit all dem Nass, neigten sich und liessen es in grossen, schweren Tropfen auf die schwarzen Beete fallen. Und von dem vorspringenden Dach der Veranda tröpfelte es in ungleichem Rhythmus auf die Steinstufen der Gartentreppe, gluckste in der Regentraufe und plätscherte aus der Traufe in die grosse Tonne.