»Du scheinst dich gar nicht ein bischen zu freuen,« sagte Blanche vorwurfsvoll.
»O doch!« stieß Lux hastig heraus und errötete heftig. »Ich freue mich schon. Ich habe nur so eine Angst, – daß ich nicht spanisch verstehe. Und dann sind Spanier immer so wild, weißt du. Es sind doch ganz andere Menschen als wir. Sie sind ganz braun, glaube ich.«
»Das tut doch nichts!«
»O nein, im Gegenteil,« versicherte Lux.
Blanche war sitzen geblieben, neigte sich ein wenig nach vorn und ließ ihr schönes blondes Haar übers Gesicht fallen. Wie ein Nixchen sah ihr Bild aus dem Wasser zurück, und sie ergötzte sich in unschuldiger Eitelkeit daran.
»Fall nicht ins Wasser,« warnte Lux besorgt.
»Und wenn?« fragte sie. »Es ist nicht tief hier. Du meinst wohl, ich ertrinke wieder wie damals. Aber dazu bin ich doch schon zu groß.«
»Damals wärst du freilich bald ertrunken,« sagte er mit einem leisen Schauder in der Stimme. »Aber Papa war in der Nähe und konnte dich retten.«
»Heute käme ich allein wieder ans Land. Soll ich mal?«
Sie streckte die schlanken, weiß bestrumpften Beine aus, als wollte sie direkt in den Bach steigen.