Er sah auf und sagte mit seiner heisern, schmerzenden Stimme: »Wir müssen noch lange hart sein und töten; aber wir müssen uns dabei, als einzelne Menschen und als Volk, um hohe Gedanken und edle Taten bemühen, damit wir zu der zukünftigen, brüderlichen Menschheit unser Teil beitragen.« Er stand und sah in Gedanken über die weite, mondbeschienene Steppe und wieder auf den stillen, toten Körper.

Ich hatte während des Feldzugs oft gedacht: ›Was für ein Jammer! All die armen Kranken und all die Gefallenen! Die Sache ist das gute Blut nicht wert!‹ Aber nun hörte ich ein großes Lied, das klang über ganz Südafrika und über die ganze Welt, und gab mir einen Verstand von der Sache.

Nach einer Weile deutete er mit der Hand, daß wir aufbrechen wollten. Er ging mit schweren Schritten zu dem Schlafenden, weckte ihn und brachte ihn mit Mühe in die Höhe, und befahl mir, die Gurte der Pferde anzuziehn. Dann halfen wir dem Schutztruppler in den Sattel, stiegen auf und ritten davon.

Wir fanden die Zurückgelassenen beisammen in tiefem Schlaf; der Unteroffizier allein saß auf einem Sattel in ihrer Mitte und wachte.

Es war ein mühsamer Ritt durch den Rest der Nacht. Einige baten immer wieder um Wasser; zwei mußten im Sattel gestützt werden. Ich selbst weiß wenig von diesen Stunden; mein Geist war weit weg in Traum und Schlaf. Eine Stunde nach Sonnenaufgang, als die Hitze anfing lästig zu werden, erreichten wir das Lager.

Sie rüsteten zum Aufbruch. Der Feldzug war zu Ende.