»Zwei Thaler,« antwortete Hippus.
»Das ist viel Geld,« sagte Veitel, »aber es ist einerlei, hier sind sie.«
Mit kühner Handschwenkung holte er einen Doppelthaler aus der Tasche seines Beinkleides und warf ihn auf den Tisch.
»Schön,« nickte Hippus und griff hastig nach dem Geldstück. »Aber dies allein wird's nicht thun, mein Sohn. Ich verlange Procente von deinem Gewinn. In Erwägung, daß wir alte Bekannte sind, und daß man seine Freunde nicht drücken soll, will ich zufrieden sein mit fünf vom Hundert des Capitals, das du heut eingenommen hast.«
Veitel stand starr, sein strahlendes Gesicht wurde plötzlich sehr ernst, mit offenem Munde sah er auf den schwarzen Mann im Sopha.
»Rede nichts,« fuhr Hippus kaltblütig fort und warf über seine Brille hinweg einen bösen Blick auf Veitel, »untersteh' dich nicht, auch nur ein Wort von deinem Geschacher gegen mich vorzubringen, wir kennen einander; — ich habe gemacht, daß du das Geld gewinnen konntest, ich allein. Du brauchst mich, und du siehst, daß auch ich dich gebrauchen kann. Gieb mir auf der Stelle vierhundert von deinen achttausend.«
Veitel wollte sprechen.
»Kein Wort,« wiederholte Hippus und schlug mit dem Geldstück im Tact auf den Tisch, »gieb her das Geld.«
Veitel sah ihn an, griff endlich schweigend in die Tasche seines Rocks und legte zwei Pergamente vor Hippus auf den Tisch.