»Im weitesten Sinne des Wortes,« erwiederte der Kaufmann. »Jede Thätigkeit, welche neue Werthe schafft, ist zuletzt Thätigkeit des Fabrikanten; sie gilt überall in der Welt für die aristokratische. Wir Kaufleute sind dazu da, diese Werthe populär zu machen.«
»In diesem Sinne lasse ich Ihre Ansicht gern gelten,« antwortete Fink und erhob sich von seinem Platz.
»Ihr Abgang wird für einen unserer Freunde ein großer Verlust sein,« sprach der Kaufmann, den Erben begleitend.
Fink blieb stehen und sagte schnell: »Geben Sie mir ihn mit nach Amerika. Er hat das Zeug, dort sein Glück zu machen.«
»Haben Sie bereits mit ihm darüber gesprochen?« frug der Kaufmann.
»Nein,« sagte Fink.
»So will ich Ihnen mein Bedenken nicht verhehlen; Wohlfart ist jung, und die bescheidene und regelmäßige Thätigkeit des Binnengeschäfts erscheint mir noch auf Jahre hinaus für die Bildung seines Charakters wünschenswerth. Uebrigens wissen Sie, daß ich durchaus kein Recht habe, den freien Entschluß desselben zu bestimmen. Ich werde ihn ungern verlieren; wenn er aber die Ueberzeugung hat, in Ihrer Nähe schneller sein Glück zu machen, so werde ich nichts dagegen einwenden.«
»Gestatten Sie mir, ihn sogleich darüber zu fragen,« sagte Fink.
Er rief Anton in das Comtoir und sagte zu ihm: »Anton, ich habe Herrn Schröter gebeten, dich mit mir zu entlassen. Es würde mir viel werth sein, dich mitzunehmen; du weißt, daß ich an dir hänge, wir werden in den neuen Verhältnissen zusammen tüchtig vorwärts kommen, du selbst sollst die Bedingungen festsetzen, unter denen du mit mir gehst. Herr Schröter überläßt deinem freien Entschluß die Entscheidung.«
Anton stand betroffen und nachdenkend; die Bilder der Zukunft, welche sich so plötzlich vor ihm aufrollten, erschienen ihm sehr lachend, aber er faßte sich schnell, sah auf den Prinzipal und frug diesen: »Sind Sie der Meinung, daß ich gut thue, wenn ich gehe?« —