»Leider bin ich nicht so souverain,« fuhr der Anführer fort, »daß ich Ihnen ohne Weiteres Ihr Verlangen erfüllen kann. Indeß hoffe ich, Ihnen auf morgen einen Freipaß für Ihre Wagen durchzusetzen. Vor Allem suchen Sie selbst zu ermitteln, wo Ihr Eigenthum sich befindet; ich werde Ihnen einen meiner Offiziere zum Schutz mitgeben. Morgen früh das Weitere.«

Mit diesen Worten wurden die Reisenden huldreich entlassen, und Anton sah beim Herausgehen, wie der Befehlshaber sich ermüdet in einen weichen Sammtstuhl setzte und mit gesenktem Haupte an dem Griff eines schönen Terzerols spielte.

Ein kleiner Herr mit einer großen Schärpe, fast noch ein Kind, aber von zuversichtlichem Wesen, begleitete die Reisenden aus dem Hause. Im Herausgehen wurden sie von mehreren Anwesenden artig gegrüßt, und Anton sah, daß das Vorzimmer sie noch immer für diplomatische Charaktere hielt. Der Offizier frug, wohin er die Herren begleiten solle, sein Auftrag sei, sie nicht zu verlassen.

»Zu unserm Schutz, oder zu unserer Bewachung?« frug Anton heiter, denn er hatte jetzt guten Muth.

»Sie werden mir keine Veranlassung geben, mich als Ihren Aufseher zu betrachten,« antwortete der kleine Krieger in elegantem Französisch.

»Nein,« sagte der Kaufmann, mit Theilnahme auf den Jüngling blickend, »aber wir werden Sie ermüden, denn wir haben noch heut sehr uninteressante und gewöhnliche Geschäfte abzumachen.«

»Ich thue nur meine Pflicht,« antwortete mit stolzer Haltung der Führer, »wenn ich Sie begleite, wohin Sie irgend wünschen.«

»Und wir die unsere, wenn wir eilen,« sagte der Kaufmann.