»Die Seppi, ein grünäugiges Scheusal,« schrie wieder der Laubfrosch Baldereck. »Gehen Sie denn gar nicht mehr in's Theater?«
»Nein,« versetzte Fink, »aber ich schicke meinen Reitknecht hinein. Wenn Sie Gefühle haben, bei denen er Sie unterstützen kann, so wenden Sie sich nur an ihn.«
Es wurde warm. Anton fühlte die Verpflichtung, die Herren zu beschäftigen. Er bat Herrn von Zernitz um eine komische Geschichte im Volksdialekt, die ihm der Lieutnant neulich anvertraut hatte, er stimmte laut in das Lachen des Laubfrosches ein, er verführte den ältesten Tronka, ein Abenteuer mitzutheilen, welches den Tod eines Hasen und einer Schnepfe verursacht hatte. Er griff nach der Kelle und goß die Gläser voll.
Es wurde wärmer. Die Herren rückten unzufrieden mit ihren Stühlen und riefen nach dem Aufwärter.
»Es verfliegt sogleich,« tröstete dieser.
»Ich finde es gar nicht warm,« sagte Fink ruhig, »im Gegentheil Sie können noch einlegen.«
Aber die Hitze wurde unerträglich, die Herren geriethen in Zorn, Feroni selbst wurde gerufen. Anton protestirte gegen das Oeffnen des Fensters, weil man vom Tanze noch zu warm sei, Fink erklärte die Temperatur für behaglich und behielt seinen Rock an.
Anton war in Verzweiflung. Endlich ergriff er das letzte Mittel, er zog seinen eigenen Rock aus, um den Freund zu gleichem Entschluß anzuregen. Sofort that Fink dasselbe, legte den Rock sorgfältig über seinem Stuhl zusammen und sah lächelnd auf Anton, der mit großer Aufmerksamkeit seine Bewegungen beobachtete.
»Das Buch steckt nicht im Rock,« nickte Fink ihm zu, »die Mühe war umsonst, denke auf etwas Anderes.«
Anton öffnete das Fenster. »Ich versuche nichts mehr,« sagte er resignirt, »du bist mir zu schlau.«