von

Dmitry Sergejewitsch Mereschkowski.

Deutsch von Carl von Gütschow.

Vornehm geb. 7 M.

Über die Bedeutung eines Werkes, welches diese größten Vertreter des russischen Geisteslebens einer eingehenden u. grundlegenden kritischen Untersuchung unterwirft und sie in ihrer Gesamterscheinung als Menschen und Künstler betrachtet, brauchen wir hier wohl nicht viel zu sagen. Reicht doch der geistige Einfluß, den diese machtvollen dichterischen Persönlichkeiten auf ihre Zeitgenossen ausgeübt haben, weit über die Grenzen ihres großen Vaterlandes hinaus, und dieses Buch darf daher von vornherein nicht nur bei Literaturforschern und allen Gelehrten, die den Erscheinungen und treibenden Kräften unseres bewegten Zeitalters nachspüren, sondern überhaupt bei der Gesamtheit der Gebildeten auf das lebhafteste Interesse rechnen. – Wenn Mereschkowski in seiner Kritik zu ganz neuen Ergebnissen kommt und z. B. Tolstoi, den er als Künstler hochschätzt und in gewisser Hinsicht sogar als den bedeutendsten unserer Zeit hinstellt, einen gewaltigen Zwiespalt und Inkonsequenz in seiner Welt- und Lebensanschauung nachweist, so mag das manchem als Ketzerei erscheinen, wird aber nicht verfehlen, gerade auch die zahlreichen Mitglieder der großen Tolstoi-Gemeinde in Deutschland zu zwingen, zu diesem Buche Stellung zu nehmen. – Daß Mereschkowski, selbst ein schaffender Dichter von so bedeutender Darstellungskraft, auch in diesem Werke weit mehr gibt als eine bloße Kritik dieser beiden Geistesheroen, daß er vielmehr die menschliche u. dichterische Persönlichkeit seiner großen Landsleute in genialer Weise vor dem Leser aufbaut, war von ihm nicht anders zu erwarten.

Karl Voegels Verlag G. m. b. H. • Berlin O 27.

Druck: Oskar Bonde, Altenburg.


Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.