Kommt es nicht, wie es Nestor als Vorschlag der Griechen übermittelt hatte, zu Helenas Auslieferung, so doch zu der Cressidas, im Austausch gegen einen trojanischen General; ihr Vater Kalchas, ein trojanischer Priester, der zu den Griechen übergegangen ist, hat seine Tochter verlangt, und dem Begehren wird willfahrt. Wie sie nun von Diomedes aus Troja abgeholt wird, erleben wir aufs entschiedenste ausgeprägt die Verbindung und den Gegensatz ritterlicher Gegenseitigkeit und Freundschaft zum Krieg.

Äneas und Diomedes, die beiden Feinde, treffen sich auf einer Straße Trojas und begrüßen einander:

Willkommen sei in Troja

Mit Menschenfreundlichkeit!

In humane gentleness!

... Nimmer hat ein Mensch

Auf solche Art und inniger ein Wesen

Geliebt, das er zu töten wünscht!

Dieser Gedanke wird nun mannigfach variiert:

Die gehässigste und freundlichste