er drängt, Eile tut grimmig not,
Verzug ist Tod:
Die Lerche war’s, die Tagverkünderin.
Und dann kann-will er nicht gehn, obwohl er klar sieht und sich über nichts täuscht; der Wahnsinn des Liebesheroismus kommt über ihn:
Laß sie mich greifen, ja, laß sie mich töten!
Und nun drängt sie, fort, nur fort:
Es tagt, es tagt —
Welch ein Liebesduett! Für sie ist alles Unheil, alles Trennende mit dem Licht des Tages, alle Seligkeit mit der Nacht verbunden; heller und heller wird’s, das bedeutet ihnen und sie sprechen es aus: Dunkler und dunkler!
Und nun — in diesen Abschied hinein — meldet die Amme, daß die Gräfin zu solcher Stunde, zwischen Nacht und Morgengrauen, zur Tochter kommt. Was bevorsteht, welche Gestalt das Schicksal annimmt, ahnen sie nicht; aber sie ahnen das Schicksal.
O Gott! ich hab’ ein Unglück ahnend Herz.