Und ist’s nicht Jammer, o bedrängte Freunde!

Daß wir, die Söhn’ und Kinder dieses Eilands,

Solch eine trübe Stund’ erleben mußten,

Wo wir auf ihren milden Busen treten

Nach fremdem Marsch und ihrer Feinde Reihn

Ausfüllen...

Die Kriegstaten des Bastards und seiner Schar, Naturkatastrophen, die Politik des Kardinals, der Zweifel im Herzen der Rebellen, alles wirkt zusammen, um das Kriegsglück unsicher ins Schwanken zu bringen; und in dem Augenblick, wo der müde, verbrauchte König das Gift des Mönchs getrunken hat und im Sterben liegt, will die Wage zu seinen Gunsten ausschlagen: die Rebellen, die erfahren haben, daß der Dauphin Louis im Fall seines Siegs mit so gefährlichen Großen, die selbständig gegen den König aufstehen, gründlich aufräumen will, kehren zur Treue gegen Johann zurück. Auch diese Wendung hat Shakespeare in der Umgestaltung derart verkürzt, daß wir keinen inneren Anteil an ihr nehmen, ja, kaum mit dem Erfassen des Sachverhalts folgen können. Die ursprüngliche Fassung hat da manches, worauf wir ungern verzichten, zumal die große Rede des sterbenden Grafen Melun, der, selbst von englischer Abstammung, den englischen Herren die Pläne seines Fürsten verrät und sie eindringlich zur Umkehr mahnt:

Kehrt, kehrt, ihr Krieger, um, zerfleischt das Land nicht,

Das nährende, wo ihr zuerst geatmet,

Das euch gebar, erhielt, ewig in Liebe,