An Leibeskraft, doch drohend angewachsen
Und furchtbar, wie der Ausdruck dieser Gärung.
Niemand aber, nichts ist imstande, Männern wie Cassius die Freiheit zu nehmen. Wer eines kennt, der ist frei und bleibt frei, einmal für alle. Das ist das große Geheimnis dieser stoischen Römer, das sie in immer neuen Wendungen einander aussprechen und versichern, und das nur darum so fest und sicher zum Worte wird, weil es sich mit ihrem Denken und ihrer Lebensführung verschmolzen hat: das ist der Tod, die Möglichkeit, durch eignen Entschluß zu sterben. Herrlich bringt es Cassius zum Ausdruck:
Darin, ihr Götter, macht ihr Schwache stark,
Darin, ihr Götter, höhnet ihr Tyrannen:
Nicht Felsenburg noch erzgetriebne Mauern,
Nicht dumpfe Kerker noch der Ketten Last
Sind Hindernisse für die Macht des Geistes.
Das Leben, ist’s die Erdenschranken satt,
Hat stets die Macht, sich selber zu entlassen.