Doppelherrschaft,
Wo stolz ein Teil mit Grund, frech ohne Recht
Der andere; wo Klugheit, Rang, Geburt
Nichts machen kann, als nach dem Ja und Nein
Des unverständ’gen Schwarms...
Demgegenüber verfechten die Volkstribunen die modern demokratischen Ideen; für sie ist das Ganze nichts andres als die Summe der einzelnen, und das Staatswohl identisch mit dem Wohl der Massen.
Dagegen aber empört sich gerade die Staatsgesinnung; und in der Tat, wäre Rom — die Stadt — wäre sie Rom geworden, das gewaltige römische Reich, das heute noch lebt in all unsern Staaten, in allen, gleichviel wie sie heißen, wenn es zu irgend einer Zeit nur oder hauptsächlich auf das Wohl der gerade lebenden einzelnen in den Massen angekommen wäre? Auf diese Demokratenfrage
Was ist die Stadt sonst als das Volk?
erwidert darum auch der Konsul Cominius, Coriolans Freund und Parteigenosse: