Hast du, nur gleichsam den Nachmittagsschlaf,
Der beides träumt; all deine selige Jugend
Tut wie bejahrt und bettelt lahme Greise
Um Gaben an. Und bist du alt und reich,
So fehlt dir Glut und Trieb, Gelenk und Schönheit,
Des Reichtums froh zu sein. Was ist doch dies?
Das Leben heißen darf? Birgt doch dies Leben
Viel tausend Tode, — und wir scheun den Tod,
Der alles ausgleicht?
Erst ist Claudio davon wunderbar besänftigt; dann aber, wie zum Mönch der skeptischen Resignation mit frommem Friedensgruß die Nonne in dieses Gefängnis dazukommt, wie die Lichte aber nicht die Erlösung bringt, sondern den Zweifel, da kommt die Todesangst über ihn.