Timon haßt seinesgleichen; ja, sich selbst.
Vernichtung wetz’ die Hauer auf die Menschheit!
Die Menschen sind denn doch in der ganzen übeln Natur die schlimmsten. Wie so mancher Menschenfeind wendet Shakespeares Timon die Liebesmöglichkeit, die noch in ihm ist, dem Hunde zu, nicht in der Tat freilich, nur wieder im Sprachbild, wenn er zu Alkibiades sagt:
Ich bin Misanthropos und hass’ die Menschheit.
Doch du, ich wollt’, du wärst ein Hund, daß ich
Ein wenig dich noch lieben könnt’.
Was ist er denn jetzt, als Mensch, dieser Feldherr? Ein Kriegsmann, ein Menschenschlächter.
Fort, der Trommel nach!
Bemal’ mit Menschenblut den Grund rot, rot!
Aber auch der Krieg ist noch entschuldigt; ist denn nicht alles, was Menschen tun, Zerstörung? Den Krieg nimmt er in seiner grimmig anschaulichen Art personifiziert, als ein Vorhandenes, Lebendiges, das sein Wesen erfüllen und sein Daseinsrecht ausüben muß; und da fragt er: