Manche wie Königinnen, doch gealtert und verlebt, die Augenlider gefärbt, — mit dirnenhaftem Zug um den Mund und die Runzeln mit häßlicher Schminke verdeckt.

Ich sah an ihnen vorbei und nach den Kommenden, und mein Blick glitt über lange Züge grauer Gestalten mit Gesichtern, so gewöhnlich und ausdrucksarm, daß es unmöglich schien, sie dem Gedächtnis einzuprägen.

Dann brachten sie ein Weib geschleppt, das war splitternackt und riesenhaft wie ein Erzkoloß.

Eine Sekunde blieb das Weib vor mir stehen und beugte sich nieder zu mir.

Ihre Wimpern waren so lang wie mein ganzer Körper, und sie deutete stumm auf den Puls ihrer linken Hand.

Der schlug wie ein Erdbeben, und ich fühlte, es war das Leben einer ganzen Welt in ihr.

Aus der Ferne raste ein Korybantenzug heran.

Ein Mann und ein Weib umschlangen sich. Ich sah sie von weitem kommen, und immer näher brauste der Zug.

Jetzt hörte ich den hallenden Gesang der Verzückten dicht vor mir, und meine Augen suchten das verschlungene Paar.

Das aber hatte sich verwandelt in eine einzige Gestalt und saß, halb männlich, halb weiblich, — ein Hermaphrodit — auf einem Throne von Perlmutter.