Er war glattrasiert wie ein Schauspieler, und seine großen, hellgrün glänzenden, mandelförmigen Augen hatten das Eigentümliche an sich, daß, so geradeaus sie auch auf mich gerichtet waren, sie mich doch nicht zu sehen schienen. — Es lag so etwas wie — Geistesabwesenheit darin.

Ich murmelte meinen Namen und verbeugte mich ebenfalls und wollte mich wieder umdrehen, konnte aber lange den Blick von dem Menschen nicht wenden, so fremdartig wirkte er auf mich mit dem pagodenhaften Lächeln, das die aufwärts gezogenen Mundwinkel der feingeschwungenen Lippen beständig seinem Gesicht aufdrückten.

Er sah fast aus wie eine chinesische Buddhastatue aus Rosenquarz, mit seiner faltenlosen, durchsichtigen Haut, der mädchenhaft schmalen Nase und den zarten Nüstern.

„Amadeus Laponder, Amadeus Laponder“, wiederholte ich vor mich hin.

„Was er wohl begangen haben mag?“

— — — — — — — — — — — — — —

Mond

„Waren Sie schon beim Verhör,“ fragte ich nach einer Weile.

„Ich komme soeben von dort. — Hoffentlich werde ich Sie hier nicht lange inkommodieren müssen,“ antwortete Herr Laponder liebenswürdig.

„Armer Teufel,“ dachte ich mir, „er ahnt nicht, was einem Untersuchungsgefangenen bevorsteht.“