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Der Boden schwankte unter meinen Füßen, und ich verlor eine Minute das Bewußtsein.

Als ich erwachte, saß ich auf einem Stuhl, und der Gefangenwärter klopfte mir freundlich auf die Schulter.

Der Schreiber war vollkommen ruhig geblieben, schnupfte, schneuzte sich und sagte zu mir:

„Die Verlesung der Verfügung hat sich bis heute hinausgezogen, weil Ihr Name mit einem ‚Päh‘ beginnt und naturgemäß im Alphabet erst gegen Schluß vorkommen kann.“ — Dann las er weiter:

„Überdies ist der Athanasius Pernath, Gemmenschneider, in Kenntnis zu setzen, daß ihm laut testamentarischer Verfügung des im Mai mit Tod abgegangenen stud. med. Innocenz Charousek ein Drittel von dessen gesamter Verlassenschaft ins Erbe zugefallen ist, und ist er zur Unterfertigung des Protokolles hiermit anzuhalten.“

Der Schreiber hatte bei dem letzten Wort die Feder eingetunkt und fing an zu schmieren.

Ich erwartete gewohnheitsmäßig, daß er meckern würde, aber er meckerte nicht.

„Innocenz Charousek“, murmelte ich ihm wie geistesabwesend nach.

Der Gefangenwärter beugte sich über mich und flüsterte mir ins Ohr: